Benjamin Jäger geschrieben von  Feb 22, 2018

UFC3

Zwar kommt die UFC-Reihe nicht wie zum Beispiel FIFA, NFL oder NHL im jährlichen Rhythmus, allerdings seit 2014 alle zwei Jahre. EA gibt den Entwicklern also etwas mehr Zeit wie bei den anderen Produkten. Ob das daran liegt das die Fanbase kleiner ist, man der Meinung ist mehr Zeit zu benötigen oder welche Gründe das hat ist mir zwar nicht bekannt, aber ob die Entwickler auf die Kritikpunkte der Fans eingehen erfahrt ihr im Test.

In Deutschland ist die UFC eher eine Randsportart, wobei das gegenüber Fußball fast jede Sportart ist. In den USA hingegen erfreut sich die UFC seit vielen Jahren größter Beliebtheit und generiert dort mehr Zuschauer wie zum Beispiel die WWE. Der größte Unterschied zwischen den beiden Formaten ist sicherlich der Härtegrad. Zwar ist die WWE auch kein Sport für Milchbubis, dennoch ist dort alles mehr auf Show aus und die Kämpfe gestellt. Bei der UFC geht es hingegen so richtig zur Sache. Ohne Kompromisse wird hier aufeinander losgegangen, so dass das Blut spritzt und es zu Knochenbrüchen kommt. Neben dem Platz machen die Athleten mit plumpen und provozierenden Sprüchen auf sich aufmerksam.

Atmosphäre und Kampf

Die ganze Atmosphäre schafft auch EA mit UFC3 erstaunlich gut rüberzubringen. Selbst die verbalen Attacken wurden mit eingebaut, so dass man es kaum abwarten kann in den Ring zu steigen. Insgesamt wird im Spiel viel Wert daraufgelegt, dass alles so wie eine TV Übertragung wirkt. Besonders erwähnenswert ist hier auch der Karrieremodus, auf den EA insgesamt bei den letzten Spielen mehr Wert gelegt hat, was dem Spielspaß auch sehr zugute kommt. Gerade als offline Einzelspieler ist dieser Modus sehr zu begrüßen, da dadurch der Langzeitspielspaß erheblich gestiegen wird. Man ist mit seinem Kämpfer mittendrin und das nicht nur im Ring, sondern auch bei dem ganzen Spektakel drumherum. Neben den Kämpfen muss man hier natürlich auch trainieren. Aber Vorsicht! Verletzt euch nicht kurz vor eurem großen Kampf. Man fängt hier auch nicht direkt in der UFC an, sondern beginnt in der WFA. Bei dem ganzen sportlichen sollte man auch seine Promo nicht aus dem Auge verlieren. Hierfür kann man aus verschiedenen vorgefertigten Aussagen wählen und diese herausposaunen. Zwar könnte der Karrieremodus noch etwas tiefer eintauchen, ist aber auf jeden Fall nicht schlechtgemacht.

Die Steuerung

Ich muss gestehen das ich zuletzt nicht mehr großartig Kampfspiele gespielt habe. Damals vor vielen Jahren noch Tekken und auch mal Boxen. Aber das ist schon lange her und die Spiele werden mit der Zeit immer komplexer. Ich hatte anfangs da doch merkliche Probleme mit den ganzen Tastenkombinationen. Zwar ist die Aufteilung der Tastenkombination gut gewählt, aber als Einsteiger hat man selbst im Intro-Kampf im wahrsten Sinne des Wortes zu kämpfen. Einsteiger sollten sich also auf eine lange und intensive Einarbeitung der Steuerung gefasst machen. Einerseits ist das für erfahrene Spieler natürlich ein Pluspunkt, für Neulinge am Anfang dafür etwas frustrierend. So geht doch mancher Kampf verloren, auch wenn man eigentlich schon kurz davor ist sich als Sieger feiern zu lassen. Wenn man gegen den Computer spielt ist die KI recht stark, so dass man beim gesamten Kampf auf der Hut sein muss und keine Zeit zum Verschnaufen hat. Nur der Bodenkampf wurde mit einem kleinen Minispiel schwach umgesetzt.

Die Animationen im Kampf haben dafür einen guten Schritt nach vorne gemacht. Die Kämpfer überzeugen durch flüssige Bewegungen und man sieht regelrecht wie der Schweiß vom Körper tropft und das Blut aus den Wunden hervortritt. Einzig die Gesichter sind etwas plastisch.

Spielmodien

Neben der Karriere gibt es auch Herausforderungen, bei denen man antreten muss und versucht den Kampf so noch für sich zu entscheiden. Außerdem kann man noch Schnellkämpfe bestreiten, an Turnieren teilnehmen und in Multiplayer-Gefechten sowohl Offline als auch Online sich mit anderen Spielern messen.

Fazit: Wie bereits bei anderen Spielen aus dem Hause EA ist die Atmosphäre wieder einmal sehr gut rübergebracht worden. Das Spiel läuft sehr flüssig und der Kampf wirkt sehr realistisch. Hier gibt es gegenüber dem Vorgänger viele Verbesserungen. Für mich war leider die Steuerung etwas zu kompliziert, wodurch sich das Spiel für Gelegenheitsspieler nur bedingt eignet. Größer Kritikpunkt sind auch die nicht allzu durchdachten Bodenkampfaktionen, die dem Kampf etwas entgleisen. Trotzdem ist das Spiel ein würdiger Nachfolger, hat aber noch Luft nach oben.

Weitere Informationen

  • Erscheinungsdatum: Freitag, 02 Februar 2018
  • Publisher: EA Games
  • Plattformen: PC, PS4, Xbox One
  • Genre: Sportspiele
  • Review oder Preview: Review
  • Getestet auf: PS4, Xbox One

Spiele

Grafik: 82% - 1 votes
Sound: 83% - 1 votes
Steuerung: 80% - 1 votes
Gameplay: 80% - 1 votes
Singleplayer: 82% - 1 votes
Multiplayer: 80% - 1 votes
Spielspaß: 81% - 1 votes

Gut!

Spaßiges MMA-Gekloppe mit leichten Problemen bei der Steuerung

Benjamin Jäger

Ist nach schlaflosen Wochen nachts spielen um Jahre gealtert, obwohl er gar nicht Geburtstag hatte.

Mehr in dieser Kategorie: « Elex Fe »

Schreibe einen Kommentar

Make sure you enter all the required information, indicated by an asterisk (*). HTML code is not allowed.

Has no item to show!
Top
We use cookies to improve our website. By continuing to use this website, you are giving consent to cookies being used. More details…