Benjamin Jäger geschrieben von  Nov 20, 2017

Star Wars Battlefront II

Die Star Wars Filme gehören nicht nur in der Filmbranche zur Creme de la Creme, sondern genießt auch seit mehr als 20 Jahren bei Gamern großer Beliebtheit. Bei den erfolgreichen Filmvorlagen werden die Spiele aber natürlich äußerst kritisch begutachtet und es wäre nicht das erste Spiel, was auf einer Filmvorlage basiert, dass in den Sand gesetzt wurde. Das ist sogar eher fast die Regel, als dir Ausnahme. Vermutlich liegt es oft an dem Zeitdruck, da diese zum Kinostart veröffentlicht werden, aber auch daran das Entwickler oft nur auf die schnelle Mark aus sind und wissen das sich Spiele mit großen Namen fast automatisch gut vermarkten und verkaufen lassen. Bei Star Wars trifft dieses nicht zu, hier gab es schon eine Reihe wirklich guter Spiele, wenn es auch nicht alle zu einem Top-Titel schafften. Wie bei kaum einem anderen Spiel kommt es den Spielern hier auf die Atmosphäre und einer interessanten Story an. Mit „Star Wars: Battlefront 2“ kommt nun ein weiterer Ableger, am ersten Teil hat die Spieler vor allem gestört, dass hier ausschließlich Multiplayer-Fans zufrieden gestellt wurden. Eine Kampagne suchte man hier vergebens. EA ist auf die Kritik der Fans eingegangen und versprach hier im zweiten Teil Besserung. Doch wie gut ist die Story wirklich?

Eine Frau für das Imperium

Diesmal schlüpfen wir in die Rolle der Heldin Iden Versio, welche Anführerin einer Spezialeinheit für das Imperium ist. Die Handlung beginnt direkt nach der Zerstörung des zweiten Todessterns. Star Wars-Fans wissen an dieser Stelle sicherlich Bescheid. Wir kämpfen uns gegen die Rebellen durch. Ungewohnt ist es sicherlich das wir diesmal auf der Seite der „dunklen“ Macht kämpfen. Diesmal sind wir nicht „die Guten“. Hier hätte die Story allerdings noch viel tiefgründiger sein können. Die Geschichte ist leider nicht allzu mitreißend, dieses Problem haben in letzter Zeit leider vermehrt Titel aus dem Hause EA. Es kommt einem viel mehr vor wie ein liebloses durchkämpfen der Spielwelt. Man arbeitet seine mehr oder weniger reizvollen Missionsziele ab, ohne dass man wirklich in die Story eintaucht. Dabei sind die Szenen wirklich gut inszeniert, zumindest was die Grafik angeht, allerdings leider ohne große Emotionen. Da sind Spiele wie „Call of Duty“ und „Wolfenstein“ einfach einen Schritt weiter. Die Zeiten das nur noch eine gute Grafik zählt sind langsam aber sicher vorbei. So ist es auch schwierig der Story gänzlich zu folgen, da es hier immer zu unverständlichen Sprüngen kommt. Ein weiterer Negativpunkt ist die zum Teil recht dumme KI der Gegner.

Grafik ist nicht alles

Wie oben bereits kurz angekratzt ist eine gute Grafik schon lange nicht mehr als einziges überzeugendes Kaufargument ausreichend. Wobei in diesem Punkt die Entwickler durchaus eine grandiose Leistung abgeliefert haben und es wohl im Bereich kaum ein besseres Spiel auf der Konsole gibt. Die gesamte Spielwelt wurde mit äußerst viel Liebe zum Detail inszeniert und es wurden viele Kleinigkeiten aus den Filmen mit eingebaut. Der typische „Star Wars Sound“ darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Die Maps von den Kampagnen findet man Großteils auch im Multiplayer wieder. Ob man hier von einer guten Doppel-Nutzung reden will oder den Entwicklern unterstellen möchte das sie keine Lust hatten eigene Maps für die Kampagne zu gestalten, ist hier jedem selbst überlassen. Insgesamt hat man aber erneut den Eindruck das hier nicht allzu viel Herzblut reingesteckt wurde und man den ein oder anderen Spieler eher besänftigen wollte, dass es überhaupt eine Kampagne gibt.

Multiplayer?

Die Stärke des Spiels steckt ohne Frage nach wie vor im Multiplayer-Modus. Hier kann man sich mit Freunden und anderen Gamern messen. Hier kämpft das Gute gegen das Böse. Man kann mit der Zeit durch „Boost-Karten“ seinen Charakter verbessern. Wie in vielen Spielen kann man diese sich entweder erspielen oder durch Echtgeld erwerben.

Fazit: Die so groß angekündigten Kampagnen wirken leider etwas blass und bieten nicht das, was im Vorfeld versprochen wurde. Es ist anfangs sicherlich ganz nett mal ein bisschen die Kampagne zu daddeln, aber Charakter und KI ist zu schwach um sich hierfür extra das Spiel zu kaufen. Wenn man also kein Interesse an einem Multiplayer-Spiel hat, sollte man um „Star Wars – Battlefront 2“ lieber einen Bogen machen. Der Multiplayer-Modus hingegen wird seine Fans finden und Fans in die Star Wars-Atmosphäre eintauchen lassen.

Weitere Informationen

  • Erscheinungsdatum: Freitag, 17 November 2017
  • Publisher: EA Games
  • Plattformen: PC, PS4, Xbox One
  • Genre: Action
  • Review oder Preview: Review
  • Getestet auf: PS4
Schlagwörter

Spiele

Grafik: 84% - 1 votes
Sound: 85% - 1 votes
Steuerung: 81% - 1 votes
Gameplay: 74% - 1 votes
Singleplayer: 53% - 1 votes
Multiplayer: 69% - 1 votes
Spielspaß: 64% - 1 votes

Befriedigend!

Die so groß angekündigten Kampagnen wirken leider etwas blass und bieten nicht das, was im Vorfeld versprochen wurde. Es ist anfangs sicherlich ganz nett mal ein bisschen die Kampagne zu daddeln, aber Charakter und KI ist zu schwach um sich hierfür extra das Spiel zu kaufen. Wenn man also kein Interesse an einem Multiplayer-Spiel hat, sollte man um „Star Wars – Battlefront 2“ lieber einen Bogen machen. Der Multiplayer-Modus hingegen wird seine Fans finden und Fans in die Star Wars-Atmosphäre eintauchen lassen.

Star Wars Battlefront II

Star Wars Battlefront II

Die Star Wars Filme gehören nicht nur in der Filmbranche zur Creme de la Creme, sondern genießt auch seit mehr als 20 Jahren bei Gamern großer Beliebtheit. Bei den erfolgreichen Filmvorlagen werden die Spiele aber natürlich äußerst kritisch begutachtet und es wäre nicht das erste Spiel, was auf einer Filmvorlage basiert, dass in den Sand gesetzt wurde. Das ist sogar eher fast die Regel, als dir Ausnahme. Vermutlich liegt es oft an dem Zeitdruck, da diese zum Kinostart veröffentlicht werden, aber auch daran das Entwickler oft nur auf die schnelle Mark aus sind und wissen das sich Spiele mit großen Namen fast automatisch gut vermarkten und verkaufen lassen. Bei Star Wars trifft dieses nicht zu, hier gab es schon eine Reihe wirklich guter Spiele, wenn es auch nicht alle zu einem Top-Titel schafften. Wie bei kaum einem anderen Spiel kommt es den Spielern hier auf die Atmosphäre und einer interessanten Story an. Mit „Star Wars: Battlefront 2“ kommt nun ein weiterer Ableger, am ersten Teil hat die Spieler vor allem gestört, dass hier ausschließlich Multiplayer-Fans zufrieden gestellt wurden. Eine Kampagne suchte man hier vergebens. EA ist auf die Kritik der Fans eingegangen und versprach hier im zweiten Teil Besserung. Doch wie gut ist die Story wirklich? Eine Frau für das Imperium Diesmal schlüpfen wir in die Rolle der Heldin Iden Versio, welche Anführerin einer Spezialeinheit für das Imperium ist. Die Handlung beginnt direkt nach der Zerstörung des zweiten Todessterns. Star Wars-Fans wissen an dieser Stelle sicherlich Bescheid. Wir kämpfen uns gegen die Rebellen durch. Ungewohnt ist es sicherlich das wir diesmal auf der Seite der „dunklen“ Macht kämpfen. Diesmal sind wir nicht „die Guten“. Hier hätte die Story allerdings noch viel tiefgründiger sein können. Die Geschichte ist leider nicht allzu mitreißend, dieses Problem haben in letzter Zeit leider vermehrt Titel aus dem Hause EA. Es kommt einem viel mehr vor wie ein liebloses durchkämpfen der Spielwelt. Man arbeitet seine mehr oder weniger reizvollen Missionsziele ab, ohne dass man wirklich in die Story eintaucht. Dabei sind die Szenen wirklich gut inszeniert, zumindest was die Grafik angeht, allerdings leider ohne große Emotionen. Da sind Spiele wie „Call of Duty“ und „Wolfenstein“ einfach einen Schritt weiter. Die Zeiten das nur noch eine gute Grafik zählt sind langsam aber sicher vorbei. So ist es auch schwierig der Story gänzlich zu folgen, da es hier immer zu unverständlichen Sprüngen kommt. Ein weiterer Negativpunkt ist die zum Teil recht dumme KI der Gegner. Grafik ist nicht alles Wie oben bereits kurz angekratzt ist eine gute Grafik schon lange nicht mehr als einziges überzeugendes Kaufargument ausreichend. Wobei in diesem Punkt die Entwickler durchaus eine grandiose Leistung abgeliefert haben und es wohl im Bereich kaum ein besseres Spiel auf der Konsole gibt. Die gesamte Spielwelt wurde mit äußerst viel Liebe zum Detail inszeniert und es wurden viele Kleinigkeiten aus den Filmen mit eingebaut. Der typische „Star Wars Sound“ darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Die Maps von den Kampagnen findet man Großteils auch im Multiplayer wieder. Ob man hier von einer guten Doppel-Nutzung reden will oder den Entwicklern unterstellen möchte das sie keine Lust hatten eigene Maps für die Kampagne zu gestalten, ist hier jedem selbst überlassen. Insgesamt hat man aber erneut den Eindruck das hier nicht allzu viel Herzblut reingesteckt wurde und man den ein oder anderen Spieler eher besänftigen wollte, dass es überhaupt eine Kampagne gibt. Multiplayer? Die Stärke des Spiels steckt ohne Frage nach wie vor im Multiplayer-Modus. Hier kann man sich mit Freunden und anderen Gamern messen. Hier kämpft das Gute gegen das Böse. Man kann mit der Zeit durch „Boost-Karten“ seinen Charakter verbessern. Wie in vielen Spielen kann man diese sich entweder erspielen oder durch Echtgeld erwerben. Fazit: Die so groß angekündigten Kampagnen wirken leider etwas blass und bieten nicht das, was im Vorfeld versprochen wurde. Es ist anfangs sicherlich ganz nett mal ein bisschen die Kampagne zu daddeln, aber Charakter und KI ist zu schwach um sich hierfür extra das Spiel zu kaufen. Wenn man also kein Interesse an einem Multiplayer-Spiel hat, sollte man um „Star Wars – Battlefront 2“ lieber einen Bogen machen. Der Multiplayer-Modus hingegen wird seine Fans finden und Fans in die Star Wars-Atmosphäre eintauchen lassen.
Die Star Wars Filme gehören nicht nur in der Filmbranche zur Creme de la Creme, sondern genießt auch seit mehr als 20 Jahren bei Gamern großer Beliebtheit. Bei den erfolgreichen Filmvorlagen werden die Spiele aber natürlich äußerst kritisch begutachtet und es wäre nicht das erste Spiel, was auf einer Filmvorlage basiert, dass in den Sand gesetzt wurde. Das ist sogar eher fast die Regel, als dir Ausnahme. Vermutlich liegt es oft an dem Zeitdruck, da diese zum Kinostart veröffentlicht werden, aber auch daran das Entwickler oft nur auf die schnelle Mark aus sind und wissen das sich Spiele mit großen Namen fast automatisch gut vermarkten und verkaufen lassen. Bei Star Wars trifft dieses nicht zu, hier gab es schon eine Reihe wirklich guter Spiele, wenn es auch nicht alle zu einem Top-Titel schafften. Wie bei kaum einem anderen Spiel kommt es den Spielern hier auf die Atmosphäre und einer interessanten Story an. Mit „Star Wars: Battlefront 2“ kommt nun ein weiterer Ableger, am ersten Teil hat die Spieler vor allem gestört, dass hier ausschließlich Multiplayer-Fans zufrieden gestellt wurden. Eine Kampagne suchte man hier vergebens. EA ist auf die Kritik der Fans eingegangen und versprach hier im zweiten Teil Besserung. Doch wie gut ist die Story wirklich? Eine Frau für das Imperium Diesmal schlüpfen wir in die Rolle der Heldin Iden Versio, welche Anführerin einer Spezialeinheit für das Imperium ist. Die Handlung beginnt direkt nach der Zerstörung des zweiten Todessterns. Star Wars-Fans wissen an dieser Stelle sicherlich Bescheid. Wir kämpfen uns gegen die Rebellen durch. Ungewohnt ist es sicherlich das wir diesmal auf der Seite der „dunklen“ Macht kämpfen. Diesmal sind wir nicht „die Guten“. Hier hätte die Story allerdings noch viel tiefgründiger sein können. Die Geschichte ist leider nicht allzu mitreißend, dieses Problem haben in letzter Zeit leider vermehrt Titel aus dem Hause EA. Es kommt einem viel mehr vor wie ein liebloses durchkämpfen der Spielwelt. Man arbeitet seine mehr oder weniger reizvollen Missionsziele ab, ohne dass man wirklich in die Story eintaucht. Dabei sind die Szenen wirklich gut inszeniert, zumindest was die Grafik angeht, allerdings leider ohne große Emotionen. Da sind Spiele wie „Call of Duty“ und „Wolfenstein“ einfach einen Schritt weiter. Die Zeiten das nur noch eine gute Grafik zählt sind langsam aber sicher vorbei. So ist es auch schwierig der Story gänzlich zu folgen, da es hier immer zu unverständlichen Sprüngen kommt. Ein weiterer Negativpunkt ist die zum Teil recht dumme KI der Gegner. Grafik ist nicht alles Wie oben bereits kurz angekratzt ist eine gute Grafik schon lange nicht mehr als einziges überzeugendes Kaufargument ausreichend. Wobei in diesem Punkt die Entwickler durchaus eine grandiose Leistung abgeliefert haben und es wohl im Bereich kaum ein besseres Spiel auf der Konsole gibt. Die gesamte Spielwelt wurde mit äußerst viel Liebe zum Detail inszeniert und es wurden viele Kleinigkeiten aus den Filmen mit eingebaut. Der typische „Star Wars Sound“ darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Die Maps von den Kampagnen findet man Großteils auch im Multiplayer wieder. Ob man hier von einer guten Doppel-Nutzung reden will oder den Entwicklern unterstellen möchte das sie keine Lust hatten eigene Maps für die Kampagne zu gestalten, ist hier jedem selbst überlassen. Insgesamt hat man aber erneut den Eindruck das hier nicht allzu viel Herzblut reingesteckt wurde und man den ein oder anderen Spieler eher besänftigen wollte, dass es überhaupt eine Kampagne gibt. Multiplayer? Die Stärke des Spiels steckt ohne Frage nach wie vor im Multiplayer-Modus. Hier kann man sich mit Freunden und anderen Gamern messen. Hier kämpft das Gute gegen das Böse. Man kann mit der Zeit durch „Boost-Karten“ seinen Charakter verbessern. Wie in vielen Spielen kann man diese sich entweder erspielen oder durch Echtgeld erwerben. Fazit: Die so groß angekündigten Kampagnen wirken leider etwas blass und bieten nicht das, was im Vorfeld versprochen wurde. Es ist anfangs sicherlich ganz nett mal ein bisschen die Kampagne zu daddeln, aber Charakter und KI ist zu schwach um sich hierfür extra das Spiel zu kaufen. Wenn man also kein Interesse an einem Multiplayer-Spiel hat, sollte man um „Star Wars – Battlefront 2“ lieber einen Bogen machen. Der Multiplayer-Modus hingegen wird seine Fans finden und Fans in die Star Wars-Atmosphäre eintauchen lassen.
73 out of 100 with 7 ratings
Benjamin Jäger

Ist nach schlaflosen Wochen nachts spielen um Jahre gealtert, obwohl er gar nicht Geburtstag hatte.

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